1765 wurde die Bergakademie Freiberg unter dem Namen Kurfürstlich Sächsische Bergakademie zu Freiberg für Bergleute als Ausbildungsstätte gegründet. Man musste diese gründen, da Sachsen im Siebenjährigen Krieg eine Niederlage errungen hatte und um die Reparationszahlungen leisten zu können musste der Bergbau forciert werden.

Damit ist die Bergakademie in Freiberg die älteste, da sie als einzige noch existiert. An dieser Universität entdeckten Wissenschaftler aus Freiberg auch zwei neue Elemente, Indium (1863 von Theodor Richter und Ferdinand Reich) und Germanium (1886 von Clemens Winkler).
Bis 1871 war die Bergakademie die höchste technische Bildungseinrichtung im Königreich Sachsen. 1899 erfolgte ihre Gleichstellung mit einer Technischen Hochschule. 1905 erhielt sie das Promotionsrecht für den Grad des Dr. Ing.. Seit 1940 beherbergt sie außerdem eine Fakultät für Bergbau und Hüttenwesen. 1955 erfolgte die Einrichtung der Arbeiter- und Bauernfakultät Wilhelm Pieck. 1951 wurden die Professoren Erich Rammler und Georg Bilkenroth im Bereich Verfahrenstechnik für ihre Arbeiten zum Braunkohlenhochtemperaturkoks mit dem Nationalpreis 1. Klasse der DDR geehrt.

Mit der deutschen Wiedervereinigung 1989 wurde die Bergakademie zu großen Teilen neu strukturiert. Nun betätigt sich die TU Bergakademie Freiberg auch im Bereich der Halbleiterforschung, was zur Ansiedlung von Unternehmen der Halbleiterindustrie, wie die Siltronic AG, geführt hat. Auch im Bereich der Umweltwissenschaften entwickelt die Bergakademie großes Ansehen. Mittlerweile hat sie sich als moderne ökologische Hochschule etabliert. Seit 2003 wird an der Bergakademie Freiberg der Hans-Carl von Carlowitz Preis für hervorragende Leistungen im Bereich der Umweltforschung vergeben.

Seit Oktober 2008 gibt es die weltweit größte private Mineraliensammlung, die die Bergakademie Freiberg im Schloss Freudenstein ausstellt.

Ein besonderer Studiengang der in Deutschland nur an der TU Bergakademie Freiberg absolviert werden kann ist die Industriearchäologie. Des Weiteren bietet sie zwei Englischsprachige Masterstudiengänge an.

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