Das Fach Psychologie erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit und nicht wenige Schüler äußern den Wunsch, eines Tages als Psychologe tätig zu sein. Doch was kennzeichnet eigentlich den Beruf des Psychologen und welche Ausbildung ist nötig um sich Psychologe nennen zu dürfen?

Die Tätigkeit eines Psychologen

Zunächst darf sich jeder Psychologe nennen, der ein Universitätsdiplom oder den Masterabschluss im Fach Psychologie erreicht hat. Grundsätzlich will die Psychologie und somit auch der Psychologe menschliches Verhalten beschreiben, erklären, vorhersagen und verändern. Allerdings ist das konkrete Betätigungsfeld eines Psychologen nicht festgelegt. Normalerweise erfolgt während des Studiums eine Spezialisierung auf bestimmte Bereiche der Psychologie. Diese Spezialisierung findet zum Beispiel durch bestimmte Lehrveranstaltungen und Praktika statt.

Verschiedene Fachbereiche der Psychologie sind zum Beispiel:

  • klinische Psychologie
  • Entwicklungspsychologie
  • Sozialpsychologie
  • Arbeits- und Organisationspsychologie
  • Gesundheitspsychologie
  • Allgemeine Psychologie

Aus diesen Fachbereichen lassen sich dann auch typische Arbeitsfelder ableiten. Psychologen arbeiten zum Beispiel in:

  • psychotherapeutischen Praxen
  • der Marktforschung
  • Forschungszentren
  • Beratungsstellen
  • Universitäten
  • Schulen

Achtung: Ein häufiges Missverständnis ist, dass man als Psychologe therapeutisch tätig werden kann. Dies ist nicht der Fall. Um als Psychotherapeut praktizieren zu dürfen, bedarf es einer gesonderten Ausbildung die an das Studium angeschlossen wird.

Der Weg zum Psychologen

Um Psychologe zu werden ist ein Studium nötig, das in Deutschland ausschließlich an Universitäten absolviert werden kann (an Fachhhochschulen wird Psychologie nicht als eigenständiges Fach angeboten). Um Psychologie studieren zu können wird also die allgemeine Hochschulreife benötigt. Zudem ist das Fach Psychologie an allen Hochschulen zulassungsbeschränkt – die Plätze werden nach dem gängigen NC-Verfahren vergebenen. Da jedes Semester sehr viele Bewerber auf wenige Plätze kommen, fällt der NC erfahrungsgemäß sehr hoch aus.

Das Bachelorstudium umfasst in der Regelstudienzeit 6 Semester. Allerdings darf man sich nach dem Bachelorstudium noch nicht Psychologe nennen. Den Titel Psychologe darf man in Deutschland erst nach dem erfolgreichen 4semestrigen Masterstudium tragen. Erwähnenswert ist, dass ein Masterabschluss in Deutschland fast zwingend notwendig ist um den Berufseinstieg bewältigen zu können – ein Bachelorabschluss wird auf dem Arbeitsmarkt leider nur schwer anerkannt.

Das Psychologie-Studium ist ein naturwissenschaftliches Studium und darum ist der Mathematikanteil sehr hoch. Gelehrt werden die verschiedensten Forschungsmethoden und Testkonstruktion. Außerdem gehört eine Ausbildung in den Grundlagenfächern Allgemeine Psychologie, Entwicklungspsychologie, Sozialpsychologie und Persönlichkeitspsychologie zum Programm jeder Universität. Dazu kommen Anwendungsfächer, die sich aber von Universität zu Universität unterscheiden können. Mögliche Anwendungsfächer sind Gemeindepsychologie, klinische Psychologie, pädagogische Psychologie, forensische Psychologie, Verkehrspsychologie und Schulpsychologie.

Alternative zum Hochschulstudium

Viele Bewerber scheitern am hohen NC. Es ist trotzdem möglich ein Studium der Psychologie zu absolvieren – einige Fernuniversitäten (www.fernstudium-psychologie.eu) bieten eine fundierte Ausbildung zum Bachelor und Master Psychologie an. Es handelt sich um staatlich anerkannte Fernhochschulen und der erzielte Abschluss steht dem Abschluss an einer Präsenzuniversität gleich.

Einziger Nachteil: Die Fernuniversitäten unterrichten keine klinische Psychologie. Wer die Psychotherapeutenausbildung absolvieren möchte, muss allerdings klinische Inhalte im Studium gehabt haben. Somit eignet sich der Studiengang an der Fernuniversität nur für Personen, die nicht im klinischen Bereich tätig werden wollen.

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