Die Bergstadt Freiberg

Freiberg, gegründet um das Jahr 1168, über Jahrhunderte hinweg eine der reichsten Städte Sachsens, dank des Bergbaus, ist neben „Berghauptstadt“ auch Universitätsstadt. Freiberg hat einen sehr schönen Stadtkern, der unter Denkmalschutz steht. Hier befindet sich auch einer der schönsten Marktplätze in Deutschland, der Obermarkt. Dieser ist schon ein Blickfang wegen des Rathauses. Besonders der Turm hat eine besondere Bedeutung, da er ein Glockenspiel aus echtem Meißner Porzellan beherbergt. Zweimal täglich kann man hier das Steigerlied hören.

Obermarkt FreibergEine weitere Sehenswürdigkeit des Obermarkts in Freiberg ist das Haus Obermarkt 16. Hier befindet sich der Ratskeller, eine Gaststätte. Ursprünglich wurde es als städtisches Kaufhaus erbaut. Der städtische Festsaal ist noch immer erhalten. Hier gab unter anderem Clara Schumann Konzerte.

In der Mitte des Obermarktes steht ein bronzenes Brunnendenkmal. Es wurde 1897 errichtet und zeigt Markgraf Otto den Reichen, den Stadtbegründer und vier Wappenlöwen.

Am Obermarkt finden alle großen Feste statt, wie Christfest oder Bergfest. Auch der Wochenmarkt findet hier statt. Für Touristen ist der Obermarkt der Ausgangspunkt für einen interessanten Stadtrundgang durch Freiberg.

Neben dem Obermarkt gibt es auch einen Untermarkt. Dieser liegt 10 Meter tiefer als der Obermarkt, daher der Name. Hier befindet sich der Dom St. Marien, der über den Markt ragt. Hier findet man auch das Stadt- und Bergbaumuseum, welches nach dem großen Stadtbrand wieder errichtet worden ist. Eine berühmte Adresse ist auch der Untermarkt 2. Hier wohnte der Dichter Theodor Körner, als er Student an der Bergakademie war.

Stadt- und Bergbaumuseum FreibergWer Freiberg besucht, sollte auf alle Fälle das mittlerweile 500 Jahre alte Stadt- und Bergbaumuseum besuchen. Es zählt zu den ältesten städtischen Museen in Sachsen. Das Museum führt seine Besucher zunächst in die Welt des hiesigen Bergbaus ein, mit zahlreichen Exponaten und außergewöhnlichen Schätzen. Man findet hier die Werkzeuge des Bergmanns aus dem 16. Jahrhundert, Schlägel und Eisen aus Silber nachgemacht. Auch die Geschichte Freibergs lernt man in diesem Museum kennen. So ist Freiberg auch eines der wichtigsten Bildhauerzentren Obersachsens gewesen. Davon zeugen einige Skulpturen und Altäre.

Als Bergstadt kann man in Freiberg auch das größte Bergwerk Sachsens besichtigen, die „Himmelfahrt Fundgrube“. So kann man wählen zwischen einer 2,5 Stunden oder sogar einer 5 Stunden langen Tour. Auch übertage kann man sich verschieden Schächte anschauen, so z.B. den der „alten Elisabeth“. Hier kann man u.a. auch eine Dampfmaschine und einige original erhaltene Räume besichtigen, wie z..b. eine Zimmermannswerkstatt und ein Gebläsehaus.

Seit Oktober 2008 gibt es die Ausstellung „terra mineralia“ , wo mehr als 5000 Minerale, Edelsteine und Meteoriten zu bestaunen sind. Dies ist die weltweit größte private Mineraliensammlung. Sie ist im Schloss Freudenstein der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Der Dom St. Marien ist ein weiteres Highlight, wie bereits oben erwähnt auf dem Untermarkt zu finden. Er ist der bedeutendste mittelalterliche Sakralbau und ist gleichzeitig auch das Wahrzeichen der Stadt Freiberg. Das Rundbogen – Sandsteinportal, die „Goldene Pforte“, reich verziert ist ein Hingucker. Auch im Dom erwartet den Besucher sehenswertes. So gibt es die „Tulpenkanzel“ und die „Bergmannskanzel“. Auch kann man eine große und eine kleine Silbermannorgel bestaunen.

Die Silhouette der Stadt bestimmt die Petrikirche. Durch sie kann man eine Führung machen und sie sogar besteigen. So hat man einen tollen Blick auf die Freiberger Altstadt.

Somit ist Freiberg nicht nur wegen seiner Berühmtheit des Bergbaus wegen eine Reise wert.

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