1266 wird das Bier aus Freiberg erstmals urkundlich erwähnt auf Grund eines Bierstreits zwischen Freiberg und Dippoldiswalde. Ein Urteil besagt, dass künftig nur noch freibergisches Bier auf gewinnbringenden Zechen verkauft werden darf. Damit hat Freiberg den ältesten Nachweis des Bierbrauens in Sachsen.

Ab 1300 erhält Freiberg als Privilegien das Braurecht und Schankrecht. Zudem darf in einem Umkreis von ca. 15 Kilometern nur Freiberger Bier verkauft und ausgeschenkt werden.

1438 beschließt die Landesversammlung die Zise, eine Verbrauchssteuer auf alles Bier was verkauft wird, einzuführen. Mittlerweile wird das „Freibergisch Bier“ bis nach Prag und Wien exportiert und auch der Dresdener Hof bezieht mittlerweile dieses Bier.

Ab 1530 werden ca. 71.000 Hektoliter Bier in Freiberg gebraut und das Bier findet auch in der Bergstadt einen guten Absatzmarkt. Es darf in allen öffentlichen Gaststätten, Badehäusern, Hospitälern und Klöstern ausgeschenkt werden. Zudem wird das Bier nach Dresden und auch Graz geliefert.

Ab 1700 als Folge des Dreißigjährigen Krieges verschlechtert sich der Absatz des Bieres. Die brauenden Bürger müssen die Brauweise vereinfachen, da sich die wirtschaftliche Lage immer mehr verschlimmert.

1839 wird eine Braugenossenschaft und die Organisation der Communbrauerei gegründet um so die Braukapazitäten zusammenzulegen. Am 11. August 1850 wird der „Commun-Brauhof zu Freiberg“, welcher von der Freiberger Braugenossenschaft betrieben wird, feierlich eröffnet. So geht es mit dem Absatz und auch der Qualität des Freiberger Bieres wieder aufwärts.

1863 braut das Freiberger Brauhaus als erste Brauerei in Sachsen ein Bier nach Pilsner Art, das „Freiberger Böhmisch“. 1875 feiert das Brauhaus 25 jähriges Bestehen und schenkt dazu ein eigens dafür gebrautes „Jubiläumsbier“ aus. Ab 1879 wird das Brauhaus unter dem Namen „Stadtbrauerei zu Freiberg“ weitergeführt. 1887 führt man die Abfüllung des Bieres in Flaschen ein, um so den Absatz des Bieres zu erhöhen.

1898 wird aus der Braugenossenschaft eine der ersten Aktiengesellschaften in Deutschland, die „Bürgerliche Brauhaus Freiberg AG“.

1903 braut man erstmals ein Bier unter dem Markennamen „Freiberger Silberquell“. Dieses wird bis 1932 angeboten. Auch ein „Freiberger Kronenbier“ nach Münchner Brauart wird nun gebraut. 1909 wird erstmals „Freiberger Weißbier“ gebraut.

Während des ersten Weltkrieges kommt es zur Beschlagnahmung aller Gerste- und Malzvorräte. So kann weniger produziert werden, der Bierpreis steigt und die Qualität wird schlechter. Um konkurrenzfähig zu bleiben tritt die Freiberger Brauerei 1922 der „Brauerei Felsenkeller bei Dresden in Dresden-Plauen“ bei. 1932 erwirbt die Freiberger Brauerei jedoch ihre Selbstständigkeit zurück als „Bürgerliches Brauhaus Freiberg AG in Freiberg in Sachsen“. Die Kaufkraft ist jedoch am Boden, was bei steigenden Bierpreisen zu einem Rückgang des Umsatzes führt. Während des 2. Weltkrieges gibt es erneut strenge Regeln für das Bierbrauen. Da die Rohstoffe nur auf Zuteilung kommen, kann nur eine bestimmte Menge an Bier gebraut werden. Als Freiberg 1944 von Bomben angegriffen wird, bleibt die Brauerei unbeschädigt und kann bis Kriegsende ihren Betrieb fortführen.

1946 verliert die Brauerei ihren Rechtsstatus als Aktiengesellschaft und am 1. September 1948 wird aus ihr ein „Volkseigener Betrieb“. Am 11. August 1950 hat die Brauerei in Freiberg ihr 100 jähriges Jubiläum. 1952 wird die Brauerei wieder juristisch selbstständig in dem sie der VVB Brau- und Malzindustrie Potsdam zugeordnet wird. 1958 kann die Freiberger Brauerei den ersten Platz bei einem überbetrieblichen Wettbewerb der Volkseigenen Brauereien belegen. Im Dezember 1967 endet die juristische Selbstständigkeit wieder und sie wird zum „VEB Getränkekombinat Karl-Marx-Stadt, Betrieb Brauhaus Freiberg“.

Ab 1982 stellt man in Folge der neuen Flaschenabfüllung die Fassabfüllung ein. Die nun nicht mehr genutzten Fässer gehen in die Niederlande. 1989 mit der Wende schließt sich das Brauhaus Freiberg mit einem Partner zusammen, die „Eichbaum-Brauereien AG Mannheim“. 1991 übernimmt dieser Partner zu 100 Prozent alle Geschäftsanteile und macht daraus die Freiberger Brauhaus Aktiengesellschaft. Am 12. April 1996 wird das neu errichtete Brauhaus in Freiberg feierlich eingeweiht. Nun wird auch die „Freibergisch“ Spezialitätenfamilie mit Freibergischem Bock eingeführt. Ab 1997 hat das Brauhaus seinen eigenen Internetauftritt unter freiberger-brauhaus.de.

1999 wird das Freibergisch Export und das Freibergisch Schwarze Bergbier neu eingeführt. 2000 ist die Freiberger Brauhaus AG eine der modernsten Brauereien in Europa und blickt auf 150 Jahre Firmengeschichte zurück. In dem Jahr werden das Freibergisch Diät-Pils und das Freibergisch Jubiläums Festbier eingeführt. 2003 wird ein neues Glas für das Freiberger Premium Pils vorgestellt. Nur ein Jahr später gibt es die nächste Neuerung, den neuen Kasten für das Premium Pils mit Air-Touch Griff. Zudem wird in dem Jahr das Freibergisch Radler eingeführt. 2006 wird die Freiberger Brauhaus AG durch die Radeberger Gruppe Holding GmbH übernommen und in eine GmbH umfirmiert. In diesem Jahr überschreitet die Bierproduktion erstmals die 1 Million Hektoliter Grenze. 2007 feiert das Freiberger Brauhaus 120 Jahre Freiberger Flaschenbier. Gleichzeitig wird die neue Abfüllanlage eingeweiht. Diese kann nun 50.000 Flaschen pro Stunde abfüllen. Damit gehört das Freiberger Brauhaus zu einem der modernsten in Deutschland. 2008 bekommt das Brauhaus 4 Zertifizierungen, für Qualitäts- und Umweltmanagement, Qualitätssicherung bei Futtermitteln und die hohen Standards in der Produkt und Hygienesicherheit.

2009 bekommt das Freiberger eine neue schlanke Longneck Flasche. Auch gibt es einen neuen Internetauftritt unter freibergerpils.de.

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