Die Geschichte der Bergstadt Freiberg


Im zwölften Jahrhundert wird die Landschaft zwischen der Freiberger Mulde und der Striegis erstmals besiedelt. Es entstehen viele Dörfer u.a. Christiansdorf. 1168 werden erstmals silberhaltige Erze entdeckt, die den Ausgangspunkt für die spätere Bergstadt Freiberg bilden. Wenig später entstehen die Marienkirche und die Nikolaikirche. Auch eine Handwerker- und Kaufleute-Siedlung entsteht. Um 1188 werden die verschiedenen Siedlungsgebiete durch den Markgrafen zur Stadt erhoben.

Nach dem Tod des Markgrafen zieht der deutsche König Heinrich VI. sein Reichslehen ein, wodurch Freiberg zur Reichsstadt wird. 1218 wird der Name Freiberg erstmals urkundlich erwähnt. Um 1225 gibt es schon fünf Pfarrkirchen in Freiberg. Zwei Jahre später gibt es ein Stadtsiegel, welches die Symbole einer Stadt zeigen: Mauer, Tor und Türme. 1233 erhält Freiberg sein Bergrecht.

Bis 1291 hat sich die Stadt zu einem bedeutenden Fernhandelszentrum der Mark Meißen. Um 1328 erlässt der Markgraf Friedrich die Bergwerksordnung, für den Freiberger Bergmeister. Damit ist der Bergmeister für alle Bergbautreibenden in der Markgrafschaft zuständig. Bis zum 14. Jahrhundert wächst auch die Bedeutung des Handwerks immer mehr. Immerhin gibt es schon 6 Innungen, u.a. Bäcker, Fleischer und Schneider. Diese haben eine große Bedeutung im 15. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Krise im Bergbau. Um 1485 ist der absolute Tiefstand der Krise. Um 1500 gibt es die zweite große Blütezeit des Bergbaus. Grund hierfür sind vor allem die Einführung technischer Neuerungen, der vermehrte Kapitalfluss und die straffe Organisation des Montanwesens.

Ebenfalls Anfang des 16.Jahrhunderts wird der Bau der großen Domorgel vollendet, die aus 1198 Pfeifen und 14 Blaswerken besteht.
1505 wird aus der Reichsstadt Freiberg eine Residenzstadt. Zudem beginnt nun die Blüte des Zinngießerhandwerks, welche bis ins 17. Jahrhundert andauern soll.

1536 schickt man Freiberger Bergleute nach Norwegen, damit sie dort beim Aufbau des Bergbaus mithelfen.

Im Dreißigjährigen Krieg bleibt Freiberg auch nicht verschont. Die Stadt wird insgesamt drei Mal belagert und es dauert mehrere Jahrzehnte bis die Spuren der Verwüstung beseitigt sind. 1650 erfolgt eine Wiederbelebung des Montanwesens durch Caspar von Schönberg. Dieser wird 1670 zum „Oberberghauptmann“als erster Leiter des Oberbergamtes. Auf dessen Anraten hin werden staatliche Gelder für die Ausbildung von Beamten für das sächsische Montanwesen bereitgestellt.

1765 entsteht die Freiberger Bergakademie. Sie ist die erste Hochschule der Welt auf dem Gebiet der Montanwissenschaften. Absolventen dieser Hochschule garantieren eine Weiterentwicklung und das Funktionieren des Bergbaus und Hüttenwesens. Ein berühmter Student wird 1791 Alexander von Humboldt.

1810 gibt es einen weiteren berühmten Besucher in der Stadt, Johann Wolfgang von Goethe. Zwei Jahre später stattet Kaiser Napoleon Freiberg einen kurzen Besuch ab.

1913 ist die vorläufig letzte Schicht im Bergbaurevier Freiberg. Die Menge an Silber die von 1168 an gewonnen wurde, wird auf 5500 Tonnen beziffert.

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