Geschwister Scholl

Hans (1918-1943) und Sophie Scholl (1921-1943) wurden beide bekannt als Mitglieder der Weißen Rose, einer studentischen Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg. Ihre Aktivitäten bestanden zum größten Teil in der Verbreitung von Flugblättern gegen die Diktatur von Adolf Hitler und gegen den Krieg.

Der 18. Februar 1943 wird zum Schicksalstag für das Geschwisterpaar. Sie werden an der Münchner Universität beim Auslegen von Flugblättern vom Hausmeister erwischt und von ihm bei der Gestapo denunziert. Schon vier Tage später werden sie vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Noch am selben Tag wird das Urteil durch die Guillotine im Gefängnis München-Stadelheim vollzogen.

Seit der Nachkriegszeit gelten die Beiden als bedeutende Symbolgestalten des friedlichen Widerstands gegen das NS- Regime. An ihrer Universität in München, der Ludwig-Maximilians-Universität, wird an vielen Stellen den Geschwistern gedacht. So gibt es seit 1968 das Geschwister-Scholl-Institut, für politische Wissenschaft, und auch der Vorplatz der Universität trägt den Namen „Geschwister-Scholl-Platz“. In der Aula findet jedes Jahr die Überreichung des Geschwister-Scholl Preises der Stadt München statt.

Es wurden auch in anderen deutschen Städten nach 1945 viele Plätze, Schulen und Straßen nach den Geschwistern Scholl benannt. Der Name Geschwister-Scholl-Schule ist der am meisten verbreitetste Schulname in Deutschland.

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