Auf dem Gelände der „Reichen Zeche“ in Freiberg haben die Bauarbeiten für eine neue Geothermieanlage begonnen. In einem ersten Schritt werden die oberirdischen Versorgungsleitungen verlegt. Ab 2010 folgen die untertägigen Leistungen einschließlich der Bohrung bis zur ersten Stollensohle. Die Fertigstellung der geothermischen Anlage unter Projektleitung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagements, Niederlassung Chemnitz, ist bis Ende 2010 geplant. Der Freistaat Sachsen investiert rund eine Million Euro.

Finanzminister Unland: „Durch die Geothermieanlage kann die Kälte- und Wärmeversorgung effektiv und umweltschonend realisiert werden. Wir leisten mit diesem Pilotprojekt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“

Hauptsächlich dient die Anlage der Versorgung des Neubaus des Institutes für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen der TU Bergakademie Freiberg (IEC). Eine Nutzung durch weitere Institute auf dem Gelände ist geplant. Die Bauarbeiten für den Neubau des IEC sollen im Herbst dieses Jahres beginnen und bis 2011 abgeschlossen sein. Auf eine konventionelle Energieversorgung des Neubaus wird verzichtet und an deren Stelle als innovative Lösung das geothermische Potential der Grubenwässer für die Wärme- und Kälteerzeugung genutzt.

Im Heizfall wird warmes Wasser aus dem Schacht Reiche Zeche mit ca. 18°C und im Kühlfall aus dem Rothschönberger Stollen mit ca. 14°C in einer Tiefe von 200 Meter genutzt.

Der Rothschönberger Stollen wurde von 1844 bis 1882 aufgefahren und hat mit seinen Nebenanlagen eine Gesamtlänge von rund 50 km. Seine Hauptaufgabe liegt in der Entwässerung des Freiberger Bergbaureviers und somit auch des Lehr- und Forschungsbergwerks der TU Bergakademie Freiberg, im freien Gefälle zur Triebisch, die dann bei Meißen in die Elbe mündet.

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